Zum Hauptinhalt springen

Der Vorstand

Der Kreisverband DIE LINKE. Celle wird durch einen Vorstand vertreten, welcher alle zwei Jahre von den Mitgliedern auf einer Versammlung gewählt wird. Der Kreisvorstand als solcher führt die politischen und organisatorischen Geschäfte des Kreisverbandes auf Grundlage der Parteisatzung, des Parteiprogramms und der Beschlüsse der Kreismitgliederversamlung. Er ist für alle Angelegenheiten zuständig, die durch die Satzung nicht anderen Organen zugewiesen sind.

DIE LINKE Celle stellt sich vor ...

Name: Daniel Wagner

geb.: 03.12.1988

Leben: Celle - Klein Hehlen, Familienvater

Beruf: Altenpfleger

Engagement: Pflegebündnis Celle, DGB Kreisverband Celle (stellv. Vors.), Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus

Unser Vorsitzender, auch Vorsitzender eines Betriebsrates im Altenpflegeheim

Daniel Wagner, Altenpflegefachkraft in einem Altenpflegeheim hat gemeinsam mit anderen Pflegekräften und weiteren Mitarbeitern einen Betriebsrat gegründet. Nun erzählt er als Vorsitzender des neu gegründeten Betriebsrates zur Gründung: Im Altenpflegeheim seien rund 100 Beschäftigte und um die 120 Betten. Einen festen Tarif hätten sie nicht, stünden lohntechnisch jedoch vergleichsweise gut da. Die Idee zu einer Betriebsratsgründung sei schon älter. Er sei seit 2016 dort beschäftigt und bereits vor ihm sei der Versuch halbherzig unternommen worden - jedoch erfolglos.

Zunehmender Personalmangel belastet die Pflege

Neuen Auftrieb habe die Idee durch die zunehmenden personellen Schwierigkeiten bekommen. Ihnen sei klar gewesen, dass ein Betriebsrat jetzt kein neues Personal wird zaubern können. Aber es werde so wesentlich leichter fallen, bestehendes Personal zu halten. Einige Kündigungen der letzten Monate hätten durch eine starke Arbeitnehmervertretung und aufmerksame Kommunikation vermieden werden können. Das alleine habe ihnen ein starkes Motiv gegeben. Sie würden gerne in diesem Haus arbeiten, aber jede Verschärfung der Personalsituation gehe ihnen weiter an die Substanz. Daher hätten sie irgendetwas tun wollen, um vermitteln zu können und dafür zu sorgen, dass das Team erhalten bleibe. Ebenso sollte personeller Druck, aber auch die Verantwortungen in der Pflege nicht nur auf den Schultern der Arbeitnehmer*innen lasten. Sie hätten den Druck vom Kessel nehmen und ihn dahin leiten wollen, wo er hingehöre. Das sei ihr Ziel und sie wären zuversichtlich, dass sie dieses auf die Reihe kriegen würden. Die Pflegenden würden eben weit ernster genommen werden. Allein vorm Chef oder ein Betriebsrat mit größerer Handhabe ihm gegenüber stehe - Das mache schon einen deutlichen Unterschied aus.

Ver.di hat gut und kompetent beraten

Ver.di habe sie dabei gut unterstützt. Jedoch wären sie auch direkt auf Ver.di zugegangen, noch lange bevor die Absicht überhaupt offiziell bekannt geworden sei. In mehreren Treffen mit einer Gewerkschaftssekretärin hätten sie ihr Vorgehen dabei Schritt für Schritt geplant und rechtlich abgesichert. Sie hätten nicht gewusst, wie ihr Chef reagieren würde, daher hätten sie nichts dem Zufall überlassen. Als sie dann zu der ersten Betriebsversammlung aufgerufen hätten, hätten sie den Chef dann persönlich darüber informiert. Gefallen habe es ihm nicht, aber er habe sich auch nicht quer gestellt.

Neues Selbstverständnis der Pflegekräfte

Aber im Endeffekt sei das auch eine klare Angelegenheit. In anderen Branchen gehörten Betriebsräte schließlich mit dazu. Insbesondere in der Pflege würden sich die Pflegenden mit der Einrichtung eines Betriebsrates schwer tun. Ein Stück weit ändere sich da aber auch das Selbstverständnis unter Pflegekräften. Beim heutigen Pflegenotstand wüssten sie besser um ihren Wert als je zuvor. Sollte jemand gekündigt werden, habe die Pflegekraft noch am gleichen Tag die Wahl aus 3 anderen Stellen. Mit diesem Selbstverständnis wären sie auch aufgetreten und da sei die Sache klar gewesen. Allerdings wollten sie ihrem Arbeitgeber den Betriebsrat auch nach Möglichkeit schmackhaft machen. Ein Betriebsrat sei nach außen eben auch ein weiteres Argument für Arbeitnehmer. Denn der Betriebsrat zeuge von mehr Selbstbestimmung und die Pflegekräften könnten auf bessere Arbeitsbedingungen hoffen. Hinzu komme, dass erst wenige Altenheime von sich behaupten könnten, einen eigenen Betriebsrat vorweisen zu können.

Aller Anfang ist schwer

Gewählt hätten sie dann vorrangig in Präsenz in einer "Wahlkabine" im Friseursalon des Betriebs. Aber es habe auch die Möglichkeit zur Briefwahl gegeben, welche auch von ca. 20 % der Belegschaft genutzt worden wäre. Die Wahlbeteiligung habe bei gut 60 % gelegen. Sie seien damit zufrieden, auch wenn es durchaus hätte üppiger ausfallen können. Einige Kolleg*innen seien skeptisch, ob ein Betriebsrat überhaupt etwas bewirken könne oder hätten keine eigene Meinung oder Interesse daran gehabt. Ihre Hoffnung: Vielleicht könnten sie in den kommenden gut vier Jahren auch noch weitere von dem Nutzen eines Betriebsrates überzeugen. Insgesamt seien sie aber durchaus zufrieden, insbesondere darüber das 15 Personen für die Wahl angetreten wären. So könnten sie nun einen 7-köpfigen Betriebsrat vorweisen mit reichlich Ersatzmitgliedern. Ein weiteres Altenpflegeheim habe nun einen Betriebsrat, unumstößlich.

Name: Manuela Mast

geb.: 17.08.1982 in Ankum

Leben: Celle - Klein Hehlen, alleinerziehend

Beruf: Online-Redakteurin

Berufung: Lebenskünstlerin

 

Was zeichnet mich aus?

In den letzten Jahren habe ich über die beiden Vereine „atelier 22“ und „Kunst und Bühne“ die Öffentlichkeit informiert. Meine Kunstwerke waren bereits in mehreren Ausstellungen zu sehen. In meiner Arbeit als Online-Redakteurin habe ich zu unterschiedlichen Menschen und Gruppen Kontakte und bin dadurch auch immer am Puls der Zeit. Daher pflege ich bereits vielseitige Kontakte zu unterschiedlichen Menschen. Ich denke gern quer – ohne eine Querdenkerin dieser Zeit zu sein. Ich liebe es zu kommunizieren und Dinge voranzubringen, wenn sie mir wichtig sind. Mein Gespür für meine Mitmenschen habe ich über viele Jahre entwickelt und kann mich daher gut in andere Menschen einfühlen. Als Frau kenne ich die Beschränkungen im Alltag und die Rollen der Frau in unserer Gesellschaft. Als alleinerziehende Mutter, die lange Zeit vom Jobcenter verwaltet wurde, weiß ich, wie schwierig es ist, aus der Fremdverwaltung sowie Fremdbestimmung auszubrechen. Selbstbestimmt sein Leben zu gestalten sollte Jedem/Jeder ermöglicht werden und dies sehe ich bisher zu selten.

Weswegen sind Sie der Linken beigetreten?

Themen der großen Politik waren für mich und mein Leben weitestgehend irrelevant. Meine Themen, die mich im Leben begleitet haben, sah ich dort nicht vertreten. Daher hatte ich nie gewählt. In den letzten Jahren habe ich den ein oder anderen lokalen Politiker kennengelernt und das lokalpolitische Geschehen medial verfolgt. Der Klimawandel und der weit auseinanderklaffenden Schere von arm und reich haben mich in den letzten Jahren bewegt. Die Benachteiligung von Frauen sowie festgeschriebene Rollen in unserer Gesellschaft sind gerade für Frauen im unteren Einkommensbereich Herausforderungen unserer Zeit. Diese Themen fand ich bei den Linken im Parteiprogramm vor. Daher bin ich dieser Partei beigetreten. Denn mit den Worten Gandhis: „Sei Du die Veränderung, die Du Dir für die Welt wünschst.“ Ich bin einfach überzeugt davon, wenn Menschen sich für ihre Themen stark machen, können sie auch was bewegen. Meine ehrenamtlichen Tätigkeiten haben mir das bestätigt.

Wieso haben Sie sich zur Wahl im Vorstand aufgestellt?

Bereits in den letzten Monaten seit Parteieintritt habe ich mich in verschiedenen Bereichen stark gemacht. So habe ich mich mit verschiedenen bürgerlichen Initiativen auseinandergesetzt und meine Kontakte weiter ausgebaut. Ich habe an verschiedene Sitzungen teilgenommen und kenne den engeren Kern des Kreisverbandes. Eigentlich wollte ich erstmal nur als Mitglied meine Erfahrungen im Bereich Politik sammeln. Aber als mich mehrere Vorstandsmitglieder gebeten haben, für einen Vorstandsposten zu kandidieren, habe ich mich dazu bereit erklärt. Denn ich möchte mich einsetzen und etwas bewirken. Mein Leben soll einen Unterschied ausmachen. Mit einem Vorstandsposten habe ich weitaus mehr Möglichkeiten der Gestaltung als ein einfaches Mitglied. Des Weiteren eröffnen sich mir so mehr Möglichkeiten, die politische Arbeit besser kennenzulernen.

Was möchten Sie im und mit dem Vorstand bewirken?

Im Vorstand möchte ich ein wenig für positiven Wirbel und Vibrations sorgen. Vieles ist ein wenig eingeschlafen und es sind viele Ideen da, die aber kaum eine Umsetzung finden. Da möchte ich bewirken, dass wir mehr an einem Strang ziehen und tatsächlich kleinere Vorhaben bestmöglich umsetzen. Gleichzeitig habe ich es mir zur persönlichen Aufgabe gemacht, dass mehr über unsere Arbeit den Weg nach draußen findet. Denn der Kreisverband bringt sich oft aktiv in Bürgerbewegungen ein und setzt sich für Einkommensschwache und gesellschaftlich schlechter gestellte Menschen ein. Dies nach außen zu transportieren ist mir ein wichtiges Anliegen. Die Renaturierung des ehemaligen Aldi-Geländes habe ich bereits angestoßen. Dies kleine Projekt stieß bereits auf vielseitiges Interesse in der Partei, aber auch in bürgerlichen Initiativen.

Was können die Mitglieder der Partei und Bürger Celles von Ihnen erwarten?

Mitglieder können gern an mich herantreten mit Ideen sowie Anregungen und ich erörtere gern, welche Möglichkeiten der Umsetzungen gegeben sind. Gleichzeitig ist es für mich selbstredend, dass ich mich für die Umsetzung einsetze, wenn die Partei sich darauf verständigt hat. Mir ist es wichtig, dass wir an unseren inneren Strukturen arbeiten und wir unsere Erfolgskontrolle verbessern. Denn nur so können inneren Abläufe und die innere Organisation klarer strukturiert werden. Die Celler können von mir erwarten, dass ich mir die Zeit nehme, ihnen aufmerksam zuzuhören und sie darin zu unterstützen, deren Herausforderungen zu bewältigen oder deren Ideen umzusetzen. Natürlich nur – soweit mir bzw. uns als Partei dies möglich ist. Gern können sich Bürger an mich wenden, wenn sie meine Unterstützung brauchen oder wünschen. Und wir schauen dann gemeinsam, was wie möglich ist. Des Weiteren werde ich durchaus meine Themen besetzen. Gleichzeitig werde ich mich dafür einsetzen, dass das ein oder andere an Ideen auch verwirklicht wird.

Kontakt: Mail

Name: Jürgen Gnörich

geb.: 19.06.1967 in Jugenheim

Leben: Celle – Hambühren II

Beruf: staatlich geprüfter Techniker

Lebensschwerpunkte: Familie, Freunde

Hobbys: Mittelaltermärkte als Akteur, VR-Games, Exit und Escape Spiele

 

Privat:
Ich war alleinerziehender Vater von 3 Kindern. Ein ausgewachsenes „Exemplar“ wohnt noch zuhause, da er nach seinem Studium im Frühjahr eine Ausbildung beginnt.
07/2018 habe ich ein Haus in Hambühren gekauft und wir leben seither in einem 3 Generationenhaushalt, da meine Mutter in der vorhandenen Einliegerwohnung eingezogen ist.
Seit unserem Einzug wird das Haus nach unseren Bedürfnissen um- und ausgebaut.

Beruf:
Ich arbeite als gelernter Werkzeugmacher. Allerdings bin ich nach der Technikerweiterbildung seit fast 30 Jahren als Konstrukteur im Sondermaschinebau tätig, hiervon die letzten 10 Jahre bei der Firma Haweka AG in Großburgwedel.

Freizeit:
Als Mitglied des Heimatverein Wettmar unterstütze ich seit meiner Ausbildung zum „freiwilligen Windmüller“ den Erhalt und Mahlbetrieb auf der dortigen Bockwindmühle. Zusätzlich zur Instandhaltung und dem Mahlbetrieb werden auch Führungen für Schulen und Interessierte vor Ort durchgeführt.
Des Weiteren bin ich im norddeutschen Raum als Handwerker auf Mittelaltermärkten unterwegs und bastle dort mit Kindern Lederbeutel und „Armschutz“. Bei mir können große und kleine Kinder auch Specksteinschnitzen.

Leben:
Durch meine persönlichen Erfahrungen sehe ich mich als einen gewachsenen Sozialisten.
In den Jahren als alleinerziehender Vater von 3 Kindern habe ich festgestellt, wie schwierig es ist, in der heutigen Zeit familiäre und berufliche Belange „unter einen Hut“ zu bringen. Es gibt nur wenig Hilfe in besonderen Umständen und wenig Unterstützung vom Staat bei der Ausbildung, Lebensführung und soziale Teilhabe.
Kinder, die aus schwierigen Familienkonstellationen kommen, bekommen zu wenig Unterstützung. Fort- und Weiterbildung für Erwachsene werden ebenso wenig berücksichtigt wie Möglichkeiten der sozialen Teilhabe für Familien in schwierigen finanziellen Umständen.
Als zentraler Träger muss daher, meiner Meinung nach, der Staat in unserer Gesellschaft viel mehr für Familien und im Besonderen für die Kinder tun.

 

Politik:
In meinen Wertevorstellungen fühle ich mich durch Die Linke politisch und gesellschaftlich am Besten vertreten. Auch wenn es Bereiche gibt, über die man intern konstruktiv streiten kann und muss.
Unsere Partei ist zum internen Diskurs fähig und durchläuft dabei eine Schärfung des eigenen Profils, um sich letztendlich weiter zu entwickeln.
Ziel muss es meiner Meinung nach sein, eine Gesellschaft zu schaffen, die die Hilflosen schützt. Die Gesellschaft sollte Schwache stützen und Starke verpflichten, angemessen zu teilen. Nur so schaffen wir eine lebenswerte, ökologische und ökonomische Einheit, die auch in Zukunft lebenswert bleibt.

Behiye Uca Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
Daniel Wagner Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
Manuela Mast stv. geschäftsführendes Vorstandsmitglied
Max Frerichs stv. geschäftsführendes Vorstandsmitglied
Hans-Peter Binder Schatzmeister
Jürgen Gnörich stv. Schatzmeister
Berit Ueberschär  
Jaqueline Hauschild  
Antonia Denecke  
Simone Hauschild